Der Umweltverband blickt auf 15 Jahre erfolgreiche Arbeit - und in die Zukunft. Referentin bei der Verbandsversammlung war Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut. mprove unterstützte bei Entwicklung und Umsetzung des erfolgreichen Impulses. Ein Blick auf 15 Jahre und in die Zukunft
Der Umweltverband hatte bei seiner Verbandsversammlung in Schnifis u.a. den Voranschlag 2008 und eine Petition zum Klimaschutz auf der Tagesordnung. Schwerpunkt waren jedoch ein Blick auf 15 Jahre Umweltverband und das Referat von Jeanette Huber vom Zukunftsinstitut in Kelkheim über den neuen Trend „Grüne Märkte“. Obmann Bgm. Rainer Siegele konnte über 80 Delegierte aus den Vorarlberger Gemeinden in Schnifis begrüßen.
Zwischenbilanz 15 Jahre
Rainer Siegele präsentierte im Rahmen seines Berichtes „15 Jahre Umweltverband – bis zum Kern der Sache“ erfreuliche Zahlen: Den ÖkoBeschaffungsService nutzen inzwischen alle Vorarlberger Gemeinden und etliche Landesinstitutionen. Rund 94% der Aufträge konnten trotz oft EU-weiter Ausschreibung in der Region vergeben werden. Auch das Servicepaket „Nachhaltig Bauen in der Gemeinde ist höchst erfolgreich. Siegele: „An der Börse würde man das Servicepaket als Hidden Champion, also als bereits jetzt erfolgreichen Titel mit noch größerem Potenzial in der Zukunft, handeln.“ 18 öffentliche Bauprojekte sind im Moment entweder bereits nachhaltig gebaut/saniert oder gerade in der Umsetzung.
Wandel von der Abfallentsorgung zur Abfallbewirtschaftung
Auch in der Abfallwirtschaft haben die Vorarlberger Gemeinden ihren Schritt zum freiwilligen gemeinsamen Agieren nicht bereut. Bgm. Wilfried Berchtold, Präsident des Gemeindeverbandes und Umweltverbandsobmann der ersten Jahre: „Zu Beginn der 90er Jahre hat es nur knapp ein halbes Jahr gedauert, bis alle 96 Gemeinden die entsprechenden Beschlüsse gefasst hatten.“
In den nächsten Jahren werden die Wertstoffe und Abfälle verstärkt an Markt gewinnen. Die Entwicklungen etwa bei den Altpapier- oder Altmetallerlösen zeigen das deutlich. Siegele: „Unser Ziel: Mehr Service, höhere Verwertungsquoten – und weniger finanzielle Belastung für BürgerInnen und Gemeinden!“
Charme, Chance und Geheimnis der „Grünen Märkte“: In Vorarlberg bereits Realität
Jeanette Huber, Mitglied der Geschäftsleitung des Zukunftsinstituts von Matthias Horx und Zukunftsreferentin, erläuterte Charme, Chance und Geheimnis der „Grünen Märkte“. Nach aktuellen Zukunftsstudien wird sich die nachhaltige Orientierung großer Gruppen der Gesellschaft in den nächsten Jahren massiv verstärken. Bereits jetzt sind weltweit klare Bestätigungen dafür zu finden, dass viele Menschen (wieder) mehr Wert auf gesunde Lebensmittel und Lebensweise oder auf bewussten Umgang mit Mitwelt und Natur legen. Für die über 80 Delegierten aus den Vorarlberger Gemeinden war besonders erfreulich, dass etliche der von Huber skizzierten Trends in Vorarlberg bereits Realität sind: Gesundes Wohnen in Gebäuden, die verstärkt aus ökologischen und/oder regional verfügbaren Baustoffen errichtet oder saniert worden sind, nachvollziehbare Kreisläufe bei Lebensmitteln oder umweltbewusstes Beschaffen der öffentlichen Institutionen.
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