Fünf Jahre arbeiten die Gemeinden Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt inzwischen am „plan-b“ für bewusste Mobilität, seit 3 Jahren ist auch die Landeshauptstadt Bregenz mit im Team. Ein herausragendes Ergebnis der gemeinsamen Arbeit: Die Menschen in der Region legen inzwischen 21 Prozent ihrer Wege per Fahrrad zurück. Das ist einer der höchsten Werte im Österreichvergleich. Auch in anderen Bereichen wie etwa Kindergarten und Schule, im Unternehmen oder in der Freizeit sind plan-b, die Partner und damit die Menschen sehr gut unterwegs. Siehe auch www.mobilplanb.atplan-b: Enge Kooperation und viele kleine Schritte als Schlüsselfaktoren
Schon die KONTIV-Verkehrsverhaltensbefragung hat im vergangenen Sommer sehr positive Zahlen für die plan-b Region gebracht: Die Menschen in den sechs plan-b Gemeinden legen 21 Prozent ihrer Wege per Rad zurück und liegen damit im österreichweiten Vergleich im Spitzenfeld. Einbezogen wurde hier das Mobilitätsverhalten von über 1.000 Haushalte in den sechs Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt.
Gestützt werden diese Ergebnisse durch weitere Zählungen. Waren am Knotenpunkt L3 in Wolfurt bei der Autobahnbrücke im vergangenen Herbst 2008 durchschnittlich 236 täglich RadfahrerInnen Richtung Bregenz unterwegs, sind es knapp nach Eröffnung der neuen Radbrücke bereits 537, also mehr als das Doppelte. In beide Richtungen fahren es täglich im Durchschnitt 1.062 Personen. Ähnliche Ergebnisse an anderen Zählstellen v.a. an den Achquerungen bestätigen diese sehr erfreuliche Tendenz.
plan-b: Fünf bunte Jahre mit viel Arbeit im Netzwerk
In den letzten Jahren haben die sechs Gemeinden mehrere Mobilitätsschwerpunkte gesetzt. Einige Akzente:
Junge Menschen unterwegs: Kids im Bus (Kindergartenkinder lernen Bus fahren), schoolwalker mit jeweils mehreren Tausend SchülerInnen oder neue Ideen im Werkunterricht mit reflektierenden Materialien, Elternabende, Infoveranstaltungen für PädagogInnen, schoolbiker
Mobilität im Unternehmen
Mobilitätsanalysen und Infotage im Unternehmen, kostenloses Schnupperticket, Package für neue MitarbeiterInnen, Veranstaltungen für Mobilitätsverantwortliche in Unternehmen
Mobilität in der Freizeit und bei Veranstaltungen
Fahrradgarderobe, Mobilitätsangebote bei Veranstaltungen, Mitarbeit in anderen Initiativen
Mobilität in der Verwaltung
Mobilitätsanalysen, Elektro- und Dienstfahrräder, Förderungen für Radanhänger
Zusätzlich schaffen Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Verteilaktionen etc. und viele persönliche Gespräche und Impulse positives Klima für optimale persönliche Mobilität.
„Die enge und ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den vielen Partnern hat das erst möglich gemacht“, bedanken sich die Gemeinden bei verschiedensten Personen und Organisationen. Speziell wichtig sind Fördergeber wie das Land Vorarlberg oder der Österreichische Klima- und Energiefonds. plan-b ist auch klima:aktiv-Partner des Lebensministeriums.
Ausgezeichnet und nachgefragt
Das plan-b Gesamtprogramm und viele Einzelaktivitäten stehen immer wieder im Mittelpunkt des Interesses. Die Region wurde in den letzten Jahren auch mehrfach für ihr Engagement ausgezeichnet.
Von plan-b gemeinsam mit verschiedenen Partnern entwickelte Aktivitäten wie schoolwalker, Kinderzügle, Fahrradgarderobe, Infotage und Jobtickets, Paket für neue MitarbeiterInnen werden heute über die Region hinaus eingesetzt. Ein besonderes Beispiel: In Oslo sind SchülerInnen mit einem Folgemodell von schoolwalker unterwegs.
„Unser Plan b geht auf!“ – 25 Prozent Wege per Rad bis 2012
„Bewusste, attraktive Mobilität schafft Lebensqualität in unserer Region und stärkt den Wirtschaftsstandort“, sind die Verantwortlichen überzeugt. Mit plan-b, ursprünglich so benannt als Alternative zum „Plan a – Automatisch Auto“, setzen die Gemeinden gemeinsam, gezielt und in verschiedensten Bereichen Impulse für ein gutes Mobilitätsangebot neben dem eigenen PKW. Ein breites, leistbares und attraktives Angebot für Fußgänger, Radfahrer und Nutzer von Öffentlichem Verkehr oder Fahrgemeinschaften gehören ebenso zum Arbeitsbereich wie Information und Bewusstseinsbildung. Konkret will die Region etwa ihren Anteil der Wege per Rad bis 2012 auf 25 Prozent steigern.