Die Anforderungen an die Mobilität der Menschen jetzt und in Zukunft sind hoch: Sie hat die individuellen Bedürfnisse zu erfüllen, muss zügig, leistbar, sicher und komfortabel sein und gleichzeitig Umwelt, Klima und Ressourcen schonen. Dafür braucht es allerdings neue Zugänge, denn würde der Fahrzeugbestand weiter so steigen wie in den vergangenen Jahrzehnten, wäre bald kein Raum mehr für Lebensqualität. „Schon jetzt sind auch in Vorarlberg viele Menschen durch Verkehr und Lärm belastet, die Luftqualität ist ein Thema, Zeitverlust durch Staus und verkehrsbedingte Kosten steigen“, zählt Mobilitäts- und Umweltlandesrat Johannes Rauch aktuelle Druckpunkte auf.

Smart mobil: Kombinieren statt einfach ins Auto zu steigen

In der „neuen“ persönlichen Mobilität werden mehr denn je unterschiedliche Möglichkeiten wie zu Fuß gehen, Fahrrad, Bus, Bahn, Carsharing oder Park&Ride usw. intelligent miteinander verknüpft. So können Nachteile oder Grenzen wie z.B. die Reichweite beim Fahrrad oder die fixe Linienführung bei Bus und Zug ausgeglichen werden. Wichtig dabei: Die verschiedenen Bausteine müssen möglichst unkompliziert und problemlos kombinierbar sein – Mobilität als Service idealerweise aus einer Hand. Land Vorarlberg, Verkehrsverbund und ihre Partner intensivieren daher die Arbeit an den verschiedenen Schnittstellen und verstärken die Kommunikation dazu.

Neuer Aufgabenbereich beim VVV: Schnittstellen und Übergänge optimieren

Die Fäden dafür laufen beim Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) zusammen. Ergänzend zu seinen Aufgaben im Öffentlichen Verkehr kümmert er sich neu auch speziell um die Schnittstellen zwischen verschiedenen Mobilitätsarten. Dafür wurde beim VVV im März 2018 die Stelle „Smart Mobility Services“ geschaffen. „Unsere Mitarbeiterin Verena Steidl unterstützt Mobilitätsanbieter und -angebote bei der besseren Vernetzung, damit Schnittstellen und Übergänge zwischen Verkehrsträgern möglichst gut funktionieren und keine Hürden darstellen“, informiert Christian Hillbrand, Geschäftsführer des VVV. Gemeinsames Ziel ist es, das vielseitige Mobilitätsangebot für die NutzerInnen möglichst attraktiv und unkompliziert zu gestalten – als „Kümmerer“, der die verschiedenen Bausteine verbindet.

Foto: Mobilitätslandesrat Johannes Rauch; Verena Steidl, Smart Mobility-Koordinatorin beim VVV; Christian Hillbrand, VVV-Geschäftsführer, bei der heutigen Pressekonferenz.
Quelle: Land Vorarlberg/Serra

Smart Mobility: überlegt und mit Rücksicht unterwegs sein

„Je nach Anwendung wird das englische Wort „smart“ unter anderem mit gescheit, intelligent, schlau, lebendig, auf Draht und vielem mehr übersetzt“, erläutert Verena Steidl, beim VVV für Smart Mobility zuständig. Für sie sind das alles Attribute, die bestens zu einer attraktiven Mobilität passen. „Wenn wir vor jedem Weg kurz überlegen, welches Verkehrsmittel oder welche Kombination an Verkehrsmitteln für meinen geplanten Weg am besten passt, am wenigsten Belastung und Kosten verursachen und uns dann auch unterwegs mit Rücksicht bewegen – egal, ob als Radfahrer, Autolenker oder in Bus oder Zug –, gewinnen wir alle.“ Ihre Aufgabe ist es, die verschiedenen Mobilitätsarten und -angebote für die NutzerInnen im Alltag möglichst kombinierbar zu machen. Dabei unterstützt auch die Digitalisierung: Schon jetzt listen die kostenlose App „cleVVVer mobil“ und die Fahrplan-Auskunft auf www.vmobil.at neben den Verbindungen mit Bus und Bahn auch andere Möglichkeiten und Reisezeiten z.B. per Bike&Ride oder Park&Ride auf – inklusive Routenplaner. Weitere digitale Angebote sind in Ausarbeitung, so etwa die App FAIRTIQ, mit der ab Herbst das eigene Handy unkompliziert zur Fahrkarte wird.

Gute Grundlagen für „Smart Mobility“ in Vorarlberg

Mit dem sehr gut ausgebauten Angebot im öffentlichen Verkehr, dem hohen Radverkehrsanteil oder den räumlichen Voraussetzungen haben die Menschen in Vorarlberg schon jetzt gute Grundlagen, „smart“ unterwegs zu sein. Seit Jahrzehnten gelten VVV-Fahrkarten für alle öffentlichen Verkehrsmittel einer Strecke bzw. Region oder werden Bahnhöfe zu Mobilitätsknoten ausgebaut.

Weitere Beiträge zu Smart Mobility in Vorarlberg

  • Flexible, nachfrageorientierte Systeme wie beispielsweise YOYO im Oberland oder der neue ANRUFBUS im Unterland
  • noch stabilerer Taktverkehr durch neue Bordtechnik
  • leichter Zugang zu Informationen durch WLAN in Bussen und Zügen
  • Neue Fahrradboxen für die Bahnhöfe ab Herbst
  • vmobil-card: Bus, Bahn oder ein Carsharing-Fahrzeug nutzen, das E-Auto laden und zukünftig auch das Fahrrad parken

Filme „Smart Mobility“ in Vorarlberg – siehe auch www.vmobil.at

https://www.youtube.com/embed/OoVp5UdY_aM?showinfo=0

https://www.youtube.com/embed/7lmoftzQkmw?showinfo=0

Ergänzende Informationen

bei Christian Hillbrand, Geschäftsführung Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV)
05522/83951, christian.hillbrand@vmobil.at

Facebookpinterestlinkedin

Diesen Beitrag teilen auf