Im Alltag weniger Plastik, dafür mehr Umwelt- und Klimaschutz: Dafür setzen sich die JugendbotschafterInnen für UN-Kinderrechte & Nachhaltige Entwicklungsziele der Caritas und der Umweltverband mit der heutigen „PET-Parade“ ein. Vorarlberger Schülerinnen und Schüler haben lebensgroße Figuren aus leeren Getränkeflaschen gebaut. Diese stehen am Dornbirner Marktplatz um ein „Abfall-Kunstbild“, das die jungen Menschen aus eingesammelten Abfällen gestaltet haben.

„Mit „Drastic Plastic“ und dem „PET-Man“ – einer selbstgebastelten, lebensgroßen Figur aus PET-Flaschen – haben wir junge Menschen eingeladen, sich Gedanken zu PET-Flaschen zu machen“, erklärt Lilli Deutsch. Sie ist Jugendbotschafterin für UN-Kinderrechte und Nachhaltige Entwicklungsziele bei der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg. „Machen wir uns gemeinsam bewusst, dass wir auch mit Plastik in unserem Alltag verantwortungsbewusst umgehen müssen!“ Diesen Appell können die Vorarlberger Gemeinden nur unterstützen, der Umweltverband ist daher gern Partner bei dieser Veranstaltung in der Vorarlberger Umweltwoche.

Plastik als Thema in jedem Haushalt, nahezu jeden Tag

„Jede Vorarlbergerin, jeder Vorarlberger sammelt pro Jahr 28,5 Kilogramm Plastikverpackungen, das sind rund neun Gelbe Säcke pro Person“, erläutert Herbert Koschier, Geschäftsführer des Umweltverbandes. „Besonders problematisch sind allerdings jene Verpackungen, die einfach weggeworfen werden. Sie landen irgendwo und belasten Umwelt, Menschen und Budget.“ Erfreulicherweise werden die Schattenseiten von Plastik – und damit hoffentlich der sensible Umgang damit – immer präsenter: Laut einer Umfrage der Altstoff Recycling Austria sind die Verschmutzung der Weltmeere und die Kunststoff-Problematik neben der Klimaerwärmung die dringlichsten Umweltprobleme für die österreichische Bevölkerung.

Möglichkeiten für weniger Plastik im Alltag sind vielseitig

Die ersten Ergebnisse der JugendbotschafterInnen-Initiative sind erfreulich: Eine Schule stellt bereits fix auf Pfandflaschen um, auch regionale Getränkehersteller haben ihre Kooperation mit den engagierten jungen Menschen zugesagt. Vorarlbergs Gemeinden haben im vergangenen Jahr eine Resolution für ein Pfand auf Einwegverpackungen beschlossen und reduzieren auch im eigenen Wirkungsbereich den Plastikeinsatz, etwa bei der Sammlung von Bioabfall. Über „ghörig feschta“ (www.ghoerig-feschta.at) werden Veranstalter kostenlos beraten, wie sie ihre Feste und Feiern umweltfreundlich gestalten können. „Einfache Möglichkeiten für weniger Plastik im Alltag bieten sich beispielsweise beim Einkauf, wenn dabei Verpackungen wegfallen, mit Jauseboxen oder mit Trinkwasser aus der Leitung statt aus der Flasche“, laden die InitiatorInnen ein, gemeinsam die Möglichkeiten zu nutzen.

Foto: Vorarlbergs Kinder und Jugendliche setzen sich für einen plastikreduzierten Alltag in Vorarlberg ein. Quelle: Umweltverband

Weitere Informationen

Kerstin Formanek, Umweltverband
05572/55450 1017
k.formanek@gemeindehaus.at

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