Attraktiv, leise, abgasfrei und nachhaltig – so sind Verkehrsmittel im Idealfall unterwegs. Elektrobusse entsprechen dem in Vielem und sind daher wesentliche Bausteine u.a. in der Elektromobilitätsstrategie des Landes Vorarlberg, der Energieautonomie oder in Programmen für eine bessere Luftqualität. Deshalb werden ab Dezember 2018 im Oberen Rheintal vier 12-Meter-Niederflur-Elektrobusse im Linienbetrieb unterwegs sein. Basis dafür ist eine Kooperation zwischen Land und Verkehrsverbund Vorarlberg, der ÖBB-Postbus GmbH und dem Gemeindeverband Landbus Oberes Rheintal.

Im Testbetrieb auf Herz und Nieren geprüft

Wesentliche Grundlagen für den Einsatz von Elektrobussen im Linieneinsatz lieferte u.a. eine vom VVV beauftragte Machbarkeitsstudie. Darin wurden auch im praktischen Testbetrieb zentrale Kriterien wie Einsatzfähigkeit, Reichweite, Wintertauglichkeit oder Rentabilität analysiert. In dem durch Verkehrsverbund und Land entwickelten Modell ist der Kostenaufwand im Vergleich zu dieselbetriebenen Bussen voraussichtlich nahezu gleich.

Die Einsatzregion wurde schließlich so gewählt, dass Elektrobusse tatsächlich nachhaltig unterwegs sein können. Auf den Linien 56, 60, 62, 63, 66, 68, 70 und 71 können die Busse untertags nachladen. Zudem legen die Busse auf diesen Linien ausreichende Strecken zurück, damit die günstigeren Betriebskosten zum Tragen kommen. Bis 2020 können bis zu 20 Linienbusse auf Elektroantrieb umgestellt werden.

Ladestationen als Herausforderung

Als besondere Herausforderung hat sich die nötige Ladeinfrastruktur erwiesen. Schließlich ist neben ausreichend leistungsfähigen Strom-Zuleitungen meist ein eigener Transformator erforderlich. Am Standort der ÖBB-Postbus in Feldkirch konnten die Rahmenbedingungen vorgefunden werden, um eine passende Ladeinfrastruktur mit vertretbarem Kostenaufwand zu errichten.

Einsatz von Elektrobussen lohnt sich für Mensch und Umwelt

Für Fahrgäste, BuslenkerInnen und für AnrainerInnen der Busstrecken bedeutet der Einsatz von Elektrobussen eine hörbar geringere Lärmbelastung. Und auch die Umwelt wird entlastet: Pro eingesetztem Elektrobus können mehr als 110 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Der E-Antrieb ist außerdem frei von Schadstoffen wie Feinstaub, Stickoxiden oder Schwefeldioxiden.

Weitere Informationen

Dr. Christian Hillbrand | Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH | Geschäftsführung
+43 5522/83951 | christian.hillbrand@vmobil.at | www.vmobil.at

Mag. Bernhard Rieder | ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation | Pressesprecher
+43 1 93000 44277 | bernhard.rieder@oebb.at | www.oebb.at

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